ART NOUVEAU – Weiberkunst und Pupperlwirtschaft. KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM
- Sonderausstellung im Stadtmuseum St. Pölten

von: 12.04.2021 bis 01.12.2021

In St. Pölten hat der Jugendstil vor allem in der Architektur sehr bedeutsame Spuren hinterlassen und prägt beindruckend das Erscheinungsbild der Stadt. Inspiriert von der ewigen Schönheit des Jugendstils setzen sich die Künstlerinnen der Frauenplattform „Hippolyt und Töchter“ mit dieser ambivalenten Epoche auseinander. Ausstellungsorte: Linzerstraße 12, Prandtauerstraße, Herrenhof

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ART NOUVEAU – Weiberkunst und Pupperlwirtschaft

Projekt der Künstlerinnenplattform Hippolyt und Töchter

Visionäre und willensstarke Frauen hatten um 1900, der Epoche des Jugendstils - einer Hochblüte von Kunst und Kultur - viele Hürden zu überwinden. Der Zutritt zu heimischen Akademien und Künstlervereinigungen wurde ihnen verwehrt. Es mangelte an Präsentationsmöglichkeiten. Sie waren vom akademischen Leben ausgeschlossen.

Frauenbewegung und die Emanzipationsbestrebungen lösten massive Abwehrgesten verunsicherter Männer aus. Gefestigte Männer hatten jedoch keine Berührungsängste und ließen Frauen am Ausstellungsgeschehen teilhaben.

Zahlreiche Künstlerinnen prägten die Kunstszene in allen darstellenden Sparten – Malerei, Bildhauerei, Tanz, Fotografie, Grafik, Mode und Textilkunst sowie Produktdesign. Sie beschäftigten sich mit relevanten gesellschaftskritischen Themen, sie engagierten sich sozialpolitisch, vernetzten sich interdisziplinär und hatten  eigene Künstlerinnenvereinigungen. Ihre bedeutende Rolle wurde jedoch von der Kunstgeschichte nicht entsprechen gewürdigt.

Der Jugendstil hat einem Lebensgefühl Ausdruck gegeben und sich dabei aller Möglichkeiten des künstlerischen und kunsthandwerklichen Schaffens bedient. Eine neue, unverbrauchte Formensprache wurde entwickelt:  dekorative fließende Linien, florale Ornamente, geometrische Formen und die Verwendung von symbolischen Gestalten.

In St. Pölten hat der Jugendstil vor allem in der Architektur sehr bedeutsame Spuren hinterlassen und prägt beindruckend das Erscheinungsbild der Stadt.

Inspiriert von der ewigen Schönheit des Jugendstils setzen sich die Künstlerinnen der Frauenplattform „Hippolyt und Töchter“ mit dieser ambivalenten Epoche auseinander.

Außer dem Schwerpunkt „Jugendstilarchitektur in St. Pölten“ widmen sich die Akteurinnen auch verschiedensten sozialkritischen Themen dieser Jahrhundertwende und zeigen ihre Interpretationen.

Organisatorin und mitwirkende Künstlerin:   Edith Haiderer, Akademisch angewandte Fotografin

Künstlerinnen aus der Region St. Pölten und Gastkünstlerinnen:

Eva Benesch, Erika Berger, Christa Dietl, Elisabeth Gradinger, Edith Haiderer, Elisabeth Kallinger, Ingrid Loibl, Eva Riebler, Brigitte Saugstad, Susanne Schober, Susanne Steyrer-Aouachri, Margareta Weichhart Antony, Andrea Zapanta Scharf

Wechselnde Ausstellungsorte - aktuell:  Linzerstraße 12, Prandtauerstraße, Herrenhof

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