Stadtmuseum Sankt Pölten

Peter Minich und das St. Pöltner Stadttheater

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Peter Minich am St. Pöltner Stadttheater,  Foto PPeter Minich als Brutus in Julius Cäsar, Stadtthe Peter Minich als Marquis von Posa Peter Minich in jungen Jahren mit Ziehharmonika, 1Peter Minich vor dem Bühneneingang des Stadttheat04 Peter Minich Heinz Conrads, Riundfunk-Sendung i

Zu den größten Bühnenlieblingen seiner Zeit gehörte der 1927 in St. Pölten geborene Schauspieler und Sänger Peter Minich.

Peter Minich erblickte am 29. Jänner 1927 als Sohn eines Gastwirtehepaares, das in Harland ein Lokal betrieb, das Licht der Welt.

Schon in jungen Jahren zeigte Peter Minich in der Wirtshauslokalität seiner Eltern sein Musik- und Gesangstalent und spielte für die Gäste auf seiner Ziehharmonika. Durch einen Deutschprofessor in der Mittelschule wurde seine Liebe zur Literatur und zum Theater erweckt – zunächst war allerdings eine Karriere als Techniker geplant und so besuchte er den Zweig Maschinenbau an der HTL in Mödling. Es folgte ein 3-jähriges Studium an der Schauspielschule Horak in Wien und 1948 ein erstes Engagement am Theater „Das Experiment“ im Wiener Konzerthaus.

Von 1951 bis 1953 spielte Peter Minich im Stadttheater seiner Heimatstadt – vielen älteren St. Pöltner Theaterfreunden ist dieses Engagement noch in sehr guter Erinnerung! Unter dem legendären Direktor Hans Knappl übernahm Minich viele Sprechrollen in Klassikern, etwa den Marquis von Posa im „Don Karlos“ von Schiller, den Dunois in „Die Jungfrau von Orleans“ oder den Beaumarchais in Goethes „Clavigo“. Erst allmählich wurde er von Knappl auch für Gesangsrollen herangezogen – nach großen Erfolgen im Operettenfach wurde hier für die weitere Karriere von Peter Minich ein entscheidender Schritt gesetzt! Das Stadttheater forderte seine jungen Schauspieler – neben Minich war damals auch der spätere Burgtheater-Direktor Gerhard Klingenberg in St. Pölten.

Minich spielte und sang mit einer fast unheimlichen Frequenz, wie eine Aussage von ihm belegt: „Ich habe zwei Jahre lang in St. Pölten alle 14 Tage in einer neuen Operette mitgespielt.“ Hier legte er das Fundament für eine große Karriere, die ihm im ganzen deutschen Sprachraum große Bekanntschaft und viele Fans einbrachte. Nach Stationen in St. Gallen und Graz wurde Minich ab 1960 fixes Ensemblemitglied der Wiener Volksoper, der er zeitlebens als einer der größten Publikumslieblinge verbunden blieb.

Peter Minich, der dem St. Pöltner Stadttheater immer mit inniger Freundschaft zugetan war, verstarb im Juli 2013 in Wien. Stadtmuseum und Stadtarchiv St. Pölten verwahren einen Teil des Nachlasses des Künstlers.

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