Stadtmuseum Sankt Pölten

Dr. Karl Heitzler

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Heitzler_Selbstporträt.jpgVilla Dr. Karl Heitzler Parkpromenade 16.jpg

Dr. Karl Heitzler – ein engagierter Politiker und Förderer des Stadttheaters

Der am 7. Mai 1839 in St. Pölten geborene Karl Heitzler war der Sohn einer St. Pöltner Hufschmiedefamilie, konnte jedoch aufgrund von gesundheitlichen Problemen den Beruf seines Vaters nicht ergreifen. Er besuchte das Piaristengymnasium in Krems und studierte an der Universität Wien Jus. Nach einer kurzen Praxis im Gerichtsdienst trat Karl Heitzler in die St. Pöltner Rechtsanwaltskanzlei von Dr. Johann Ofner ein. Ab 1870 betrieb er eine eigene Kanzlei in St. Pölten und wurde in diesem Jahr auch in die Gemeindevertretung gewählt. Dies war der Beginn einer 49-jährigen politischen Tätigkeit für St. Pölten, die längste eines Gemeindevertreters in der Geschichte der Stadt. Als einflussreicher liberal-deutschnationaler Kommunalpolitiker und Gemeinderat engagierte sich Heitzler vor allem für die Erhaltung und den Umbau des Stadttheaters. In den Krisenzeiten des Theaters setzte er sich vehement für ein Weiterbestehen dieser für ihn so wichtigen Kulturinstitution ein. Als 1874 das Theater, das sich in einem desolaten Zustand befand, renoviert werden sollte, wurde ein Theaterkomitee gegründet, dem auch Karl Heitzler angehörte.  Als das Theater schließlich doch, trotz aller Bemühungen, geschlossen wurde, entstand 1888 ein Theaterunterstützungsverein mit 143 Mitgliedern, der einen völligen Umbau des Theaters und ein neues Konzept anstrebte. In diesem Komitee war er ebenfalls federführend vertreten.

Als großem Kulturliebhaber lag ihm nicht nur das Stadttheater am Herzen. Über seinen Antrag hin, beschloss der Gemeindeausschuss 1879 auch die Errichtung eines Stadtmuseums in seiner Heimatstadt.

Nach dem Tod von Bürgermeister Eybner übernahm Karl Heitzler als „rangältester Gemeinderat“ die Amtsgeschäfte. Schon 1907 war er aufgrund seines langjährigen Wirkens zum Wohle der Stadt St. Pölten zum Ehrenbürger ernannt worden. 1935 wurde die ehemalige Theatergasse zu Ehren der Bemühungen Dr. Karl Heitzlers um das Stadttheater in Heitzlergasse umbenannt.

Neben seiner politischen Tätigkeit war Heitzler auch als Literat, Maler und Sammler tätig.  Sein umfangreicher Münznachlass stellt heute noch einen wichtigen Teil der Sammlung des Stadtmuseums dar. Seine bildnerische Arbeit wird hier durch ein Selbstportrait repräsentiert.

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